Ich bin jetzt fast ein Jahr in Spanien und das Thema Wohnen hat mich dabei wirklich viele Nerven gekostet. Von meinen ersten Erfahrungen im Studentenwohnheim bis hin zum aktuellen Leben in einer WG habe ich in Spanien fast alle Unterkunftsmöglichkeiten durchprobiert. Heute möchte ich meine Infos zu den Kosten für ein Auslandsstudium in Spanien teilen – vielleicht hilft das ja künftigen Spanien-Studierenden weiter.
Wohnkosten-Vergleich in den wichtigsten Städten
Sowohl meine eigenen Erfahrungen als auch die meiner Freunde zeigen, dass es bei den Wohnkosten je nach Stadt große Unterschiede gibt. Madrid und Barcelona sind als beliebte Ziele für ein Bachelorstudium in Spanien deutlich teurer als andere Städte.
| Stadt | Studentenwohnheim | WG-Zimmer | Eigene Wohnung |
| Madrid | 400-700€ | 350-550€ | 800-1200€ |
| Barcelona | 450-750€ | 380-600€ | 900-1300€ |
| Valencia | 300-500€ | 250-400€ | 600-900€ |
| Sevilla | 280-450€ | 220-350€ | 500-800€ |

Pro und Contra Studentenwohnheim
Studentenwohnheime sind wirklich für viele die erste Wahl, vor allem direkt nach der Ankunft. Ich selbst habe am Anfang in Madrid in einem Wohnheim gewohnt. 550 Euro im Monat – inklusive Nebenkosten, Internet und Reinigungsservice. Der größte Vorteil ist natürlich die Bequemlichkeit: Man muss sich um nix kümmern und findet schnell Anschluss. Der Nachteil ist der wirklich kleine Platz und viele Regeln, nach 23 Uhr ist lautes Reden im Gemeinschaftsbereich tabu.
Jetzt wohne ich in einer WG für 400 Euro im Monat. Zwar teile ich mir die Nebenkosten, dafür ist das Zimmer viel größer und ich habe mehr Freiheit. Einziger Haken: Die Chemie mit den Mitbewohnern muss stimmen – manchmal gibt es kleine Diskussionen über den Küchenputz, wie ich es auch im Zusammenhang mit den Studienkosten für einen Master in Spanien erlebt habe.
Versteckte Kosten beim Mieten
Viele vergessen beim Wohnungssuchen die versteckten Kosten. In der Regel zahlt man 1-2 Monatsmieten Kaution, Maklergebühren liegen meist bei 10–15% einer Monatsmiete. Für Nebenkosten und Internet sollte man monatlich etwa 50–80 Euro einkalkulieren je nach Größe und WG. Außerdem kommt oft noch eine (günstige, aber nötige) Versicherung hinzu.
Ich habe beim ersten Mietvertrag den Fehler gemacht, diese Kosten nicht genau durchzurechnen – eigentlich hatte ich 500 Euro eingeplant, aber im ersten Monat wurden es dann 1.200 Euro. Mein Tipp: Diese Posten unbedingt in der Budgetplanung berücksichtigen.
Wichtiger Hinweis: Der Wohnungsmarkt in Spanien ist vor allem zum Semesterstart im September extrem umkämpft. Viele gute Wohnungen muss man frühzeitig reservieren, und Vermieter verlangen meist Gehaltsnachweise oder eine Bürgschaft. Internationale Studierende sollten mindestens 2-3 Monate vor Ankunft mit der Suche beginnen, um ausreichend Zeit zu haben.